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Ab wann spricht man von einer Depression/ wie wird sie eingeteilt?

Von Hypnosefachpraxis Jena, Sonntag, 26. Juli 2015, 16:07

Schweregrade

Man unterscheidet bei Depressionen 3 Schweregrade

Leichte depressive Episode

Der Betroffene fühlt sich krank und sucht ärztliche Hilfe, kann aber trotz Leistungseinbußen seinen beruflichen und privaten Pflichten noch gerecht werden, sofern es sich um Routine handelt.


Mittelgradige depressive Episode

Berufliche oder häusliche Anforderungen können nicht mehr oder – bei Tagesschwankungen – nur noch zeitweilig bewältigt werden


Schwere depressive Episode

Der Patient bedarf ständiger Betreuung. Eine Klinik-Behandlung wird notwendig, wenn dies nicht gewährleistet ist.


Wann spricht man von Depression?

Die Diagnose Depression wird gestellt, wenn mindestens 2 Wochen folgende Beschwerden auftreten:

Gruppe 1

- depressive Verstimmung
- Verlust von Freunde und Interesse
- erhöhte Ermüdbarkeit


Gruppe 2

- verminderte Konzentration
- vermindertes Selbstwertgefühl
- Schuldgefühle, Gefühl der Wertlosigkeit
- negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
- Suizidgedanken oder erfolgte Selbstverletzung/ Suizidhandlung
- Schlafstörung
- verminderter Appetit


leichte depressive Episode:

Mindestens 2 Symptome der Gruppe eins und so viele weitere aus der Gruppe zwei, dass es 4-5 Symptome sind.

mittelgradige depressive Episode:

Mindestens 2 Symptome der Gruppe eins und so viele weitere aus der Gruppe zwei, dass es 6- Symptome sind.

schwere depressive Episode:

Mindestens 2 Symptome der Gruppe eins und so viele weitere aus der Gruppe zwei, dass es mindestens 8 Symptome sind.


Unterarten

  • larvierte Depression: die Symptomatik ist vor allem durch körperliche Symptome geprägt

  • agitierte Depression: Hier stehen Unruhe,
    unproduktive Hektik und Jammern im Vordergrund

  • gehemmte Depression: eine Form bei der zu deutlich reduzierter körperlicher Aktivität bis hin zum völligen Erstarren (Stupor)

  • psychotische Depression: hierbei kommt es zusätzlich zu den Symptomen einer Depression zu Stimmenhören und wahnhafter Wahrnehmung, also Ideen, die stark von der Realität abweichen

  • Altersdepression: Depressionen im Alter sind die häufigste psychische Erkrankung bei über 65-jährigen. Durch die Leistungseinbrüche in
    Aufmerksamkeit und Geistesleistung werden sie häufig mit beginnenden Demenzen verwechselt

  • Wochenbettdepression: durch Hormonschwankungen auftretende depressive Symptome in den ersten 1-2 Wochen nach Entbindung

  • saisonal-abhängige Depression / Winterdepression: hierbei treten depressive Symptome durch einen durch Lichtmangel verursachten
    Überschuss an Melatonin auf

  • Erschöpfungsdepression: Auftreten nach langjähriger psychischer Belastung

  • Rapid cycling:mehr als 4 depressive und/oder manische Phasen pro Jahr


Depressionen können auch phasenweise wiederkehren oder sich mit sogenannten manischen Phasen ( übersteigertes, leichtsinniges Hochgefühl) abwechseln. Dies wird dann als bipolare affektive Störung (auch manisch-depressive Krankheit) bezeichnet.

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